WSVM bei der 102. Pfingstregatta in Gießen an der Lahn

Teilnehmer: Roswitha Wolken und Thomas Loh als Team 2x Masters D in 3 Rennen an 3 Tagen.

Die Atmosphäre in Gießen ist traditionell familiär und die Dichte der Rennen sehr hoch; dieses Mal waren 1100 Ruderer gemeldet in 204 Booten. Wieder stellte uns die Hassia GI ein Boot (Filippi)  zur Verfügung. Außerdem durften wir am So und Mo einen Stämpfli von Ronald Schröder/Geesthacht nutzen.

Die Rennstrecke ist natürlicher Flusslauf mit 3 teilweise recht engen Bahnen; das führte auch dieses Jahr zu mancher Behinderung in den 2 Kurven, obwohl der Uferbewuchs ordentlich gestutzt war.

Das erste Rennen (#87)  über 1000m am Samstag im Filippi verlief ernüchternd: nachdem wir im Vorjahr in einer guten Zeit von 3:41 gegen ein Masters A-Boot wacker gekämpft hatten, stand dieses Jahr eine C und D-Konkurrenz am Start, beide Teams gestanden und sehr schnell. So gab es den auch Gerangel um die Führungsposition vom Start weg; der ist gut gelungen und wir hatten die Ehre, vom physisch stärkeren Boot geschnitten zu werden. Danach gab es denn auch keine wirkliche Chance mehr, mit dem unbehinderten C-Boot auf Bahn 3 um den 2. Platz zu kämpfen und wir haben mit 3:51 das Schlusslicht markiert.

Im 2. Rennen (#287) auch über 1000m tauschten die Männer ihre Partnerinnen und so entschied sich erneut der Sieg unter den Konkurrenten, wir hielten mit leicht verbesserten 3:48 im Stämpfli von Schröder dagegen. So richtig sind wir auch dieses Mal bei konstant 30°C im Schatten nicht in Fahrt gekommen. Also setzten wir nochmal alle Hoffnung auf eine dort Radaddelsche genannte Siegertrophäe, im Sprint über 350m am Montag.

Dieses Rennen hatte es denn auch wieder in sich: unser Stämpfli lief sauber. Spritzig am Start, schnell und stabil auf Strecke, richtig schön und wir mit unter 1:07 auch gut schnell, aber der Erzrivale der Hassia, Ernst Pawlowski mit Partnerin Petra Schaddock waren einfach technisch und physisch die Überlegenen und räumten im Endspurt in 1:02 (!?!) den Ehrenpreis ab. Egal, wir haben wieder etwas gelernt und bleiben Freunde mit den Siegern. Freunde unter den Zuschauern meldeten das Rennen als hochspannend im Zweikampf um die letzten 100m und wir konnten auch schon im Rausch des Wettkampfs ihre Anfeuerungsrufe erahnen.

Unser Dank gilt den unterstützenden Kräften der Regatta für ihre Gastfreundschaft. Die Veranstaltung sei Ruderkameraden empfohlen als geeignet für die Feststellung der Wettbewerbsposition und ein paar nette Tage in angenehmer Atmosphäre. Mit 3,5 Stdn Fahrzeit ist die Distanz machbar.  Das Teilnehmerfeld reichte von Heilbronn über Mannheim und Kassel bis nach Hamburg hinauf.

Bericht: T. Loh