Taufe Rán

Am ersten Juniwochende begrüßte der erste Vorsitzende Harald Hillers zur Bootstaufe für einen neuen kombinierbaren Doppelzweier neben den nahezu 30 Mitglieden vor allem den Spender des Bootes Hans Carl Bode und seine Familie.

Der Bootsname „Rán“ ist zunächst kein gebräuchlicher Name und seine Herkunft oder Bedeutung lässt Raum für Spekulationen. Hillers erläutert dann aber ausführlich, dass „Rán die Frau des Meeresriesen Aegir und somit eine Meeresgöttin, beschrieben u.a. in der Edda ist. Sie ist eine mächtige Göttin, denn sie gebietet über alles Leben im Meer und auch über die Stürme. In der Edda wird das Meer deswegen auch „die Straße der Rán“ genannt. Sie zieht ein magisches Netz durch das Meer, dem kein Schiff und kein Mensch entkommen kann. So landen alle Ertrunkenen in ihrem Reich, das aber durchaus komfortabel beschrieben wird, gibt es doch zu essen und zu trinken (Met) in Hülle und Fülle. Vorausgesetzt, der Seemann kann den Eintritt bezahlen, den Rán, so die Mythologie, liebt das Gold. Deswegen, so die Sage; haben Seeleute für den Fall des Ertrinkens immer etwas Gold am Körper, häufig als Ohrring. Ansonsten landen sie nämlich in der hel (Schattenwelt, hell, Hölle).“

Anschließend erfährt man von der Sportlichen Leiterin Gabi Moß-Wegmann, dass dieser kombinierbare Doppelzweier ein echter Zugewinn zum bestehenden Bootspark darstellt, da nun die Möglichkeit zum Skullen und Riemen besteht. Die Nachwuchsruderinnen und Ruderer haben nun ein hochwertiges und konkurrenfähiges Boot, wobei auch andere ambitionierte Ruderern im Mastersbereich dieses Boot nutzen können.

Dann durften Ines Berling und Julian Hillers das Boot taufen. Die beiden meisterten die Jungfernfahrt mit Bravour und anschließend ließ man den angefangenen Abend in gemütlicher Grillrunde mit diversen Kaltgetränken an diesem lauen Juniabend fröhlich ausklingen.

Bericht: C. Bohlen