„Alte-Säcke-Tour 2019“ auf Aller und Weser

Dank der seit Jahrzehnten bewährten Planung von Peter Göpfert konnten zwölf männliche Mitglieder reiferen Alters (daher der etwas despektierliche interne Name dieser Wanderfahrt, siehe Überschrift) des WSVM auch im Jahre 2019 eine sehr gelungene Wanderfahrt auf Aller und Weser durchführen.


Nach kurzer Anfahrt am Samstag konnten die mitgeführte Willi Lill und die Ostroleka in Müden an der Aller ins Wasser gelassen werden. Hier zeigte sich die Aller auf den ersten Kilometern als relativ schmaler Fluss, der mit seinen bewaldeten Ufern durchaus an die Hase zwischen Bückelte und Bokeloh erinnerte.
Bereits an der ersten Staustufe in Schwachhausen zeigte sich ein Problem, das uns die ganzen Tage auf der Aller begleiten sollte. Der extrem niedrige Wasserstand zwang zu kraft und zeitraubendem Umtragen und machte das Ein- und Aussteigen in die Boote wegen steiniger steiler Ufer und nicht nutzbarer Stege zu einer überaus wackeligen Angelegenheit, die aber von der Gruppe professionell gemeistert wurde. Der niedrige Wasserstand verlangte auch von den jeweiligen Steuerleuten höchste Konzentration, machte doch nur ein konsequentes Befahren der Außenkurven eine Weiterfahrt überhaupt möglich. Der Vorteil: Wir hatten den Fluss für uns ganz allein!
Dies änderte sich erst nach dem Transport der Boote von Verden nach Nienburg, denn die letzten beiden Etappen führten auf der Weser von Nienburg nach Hoya und am Freitag von Hoya nach Bremen.
Typisch für die Männertouren gerader der letzten Jahre sind eine ausgewogene Mischung aus Sport (die Tagesetappen waren nie länger als 35km), Kultur, die wie immer hervorragend von Joachim Beyer organisiert war (u.a. Besichtigung der Innenstadt von Celle, des Verdener Doms, und einer Stadtführung in Bremen) und abendlichem Essengehen. Dass dabei mancher Liter Bier im Laufe der Woche seiner Bestimmung übergeben wurde, soll hier nicht verschwiegen werden.
Alles in allem dank der hervorragenden Vorbereitung von Peter, der guten Stimmung in der Truppe, wozu das überwiegend gute Wetter sicherlich auch beigetragen hat, war dies eine der vielen unvergesslichen Touren, die für kein Geld der Welt zu kaufen sind.

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Bericht: Harald Hillers, Fotos: Georg Schütte